Panierte, verlorene Eier mit Dips

Kross frittiert, hier säuerlich mit etwas Worchestershire-Sauce

Kross frittiert, hier säuerlich mit etwas Worchestershire-Sauce

Verlorene Eier sind ja bekanntermaßen Eier, die ohne Schale in knapp siedendem Wasser pochiert werden. Dazu schlägt man möglichst frische Eier einzeln in eine Schöpfkelle und lässt sie vorsichtig in knapp siedendes Wasser gleiten. Das Wasser wird nicht gesalzen, es kommt jedoch etwas Essig hinein. Dieser bewirkt eine schnellere Gerinnung des Eiweißes, das die restliche Masse zusammenhält und verhindert, dass sich das Ei im siedenden Wasser auflöst.

Verlorene oder auch pochierte Eier werden für viele klassische Gerichte verwendet. Ich habe mich bei der Zubereitung dieses abendlichen Snacks an dem Gericht „Verlorene Eier Villeroi“ orientiert. Ich habe dieses Gericht zwar noch nie zubereitet, aber beim Recherchieren gefiel mir, dass pochierte Eier für dieses Gericht paniert und frittiert werden. Und dann eine schmackhafte Sauce dazu gereicht wird.

Also habe ich zuerst pochierte Eier zubereitet. Dann habe ich diese mehliert, durch verquirltes Ei gezogen und paniert. Und anschließend nur eine Minute in der Friteuse frittiert. Die pochierten Eier sind ja schon weitestgehend gegart und das flüssige Eigelb soll erhalten bleiben, also bekommen die pochierten Eier in der Friteuse nur eine krosse, knusprige Panade. Und es ist schon ein merkwürdiges Vorgehen, Eier durch verquirltes Ei zu ziehen, um sie zu panieren und frittieren.

Mit Salz und Pfeffer gewürzt werden die Eier erst nach dem Frittieren, denn man möchte vielleicht auch das flüssige Eigelb etwas würzen. Als Saucen habe ich dazu verwendet Worchestershire-Sauce, Teriyaki-Sauce, Austern-Sauce und Chili-Sauce. Aber es bieten sich sicherlich noch andere Saucen an, je nachdem, welche man vorrätig hat.

Zutaten für 1 Person:

  • 5 Eier
  • 1 EL Weißweinessig
  • 1 EL Mehl
  • 4 EL Paniermehl
  • Salz
  • weißer Pfeffer
  • Saucen nach Bedarf
Pochierte Eier

Pochierte Eier

2 l Wasser in einem großen Topf erhitzen. Essig dazugeben. Ein Ei in eine Schöpfkelle aufschlagen. Das Wasser soll gerade nicht mehr kochen, sondern nur noch sieden. Ei vorsichtig in das siedende Wasser gleiten lassen. Je nach Größe des Topfes ein zweites Ei in gleicher Weise hineingleiten lassen, aber an einer möglichst anderen Stelle im Topf als das erste Ei. Eier 3–4 Minuten pochieren. Mit einer Schöpfkelle herausnehmen, unter kaltem Wasser abschrecken und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. Auf einen Teller geben und eventuell unregelmäßige Ränder abschneiden. Auf diese Weise alle vier Eier zubereiten.

Kleiner, schmackhafter, abendlicher Snack

Kleiner, schmackhafter, abendlicher Snack

Fett in der Friteuse auf 180 ºC erhitzen. Auf drei kleine Teller jeweils Mehl, verquirltes Ei und Paniermehl geben. Pochierte Eier nacheinander vorsichtig – die Eier sollen nicht platzen und das flüssige Eigelb nicht auslaufen – zuerst mehrmals im Mehl wenden, dann durch das Ei ziehen und schließlich mehrmals im Paniermehl wenden. In die Friteuse geben und 1 Minute kross frittieren. Herausheben und auf einem Küchenpapier abtropfen lassen. Auf einen Teller geben, salzen und pfeffern und servieren. Dips dazu reichen.

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3 Kommentare für “Panierte, verlorene Eier mit Dips

  1. 29. März 2015 at 21:00

    Sowas ähnliches habe ich neulich auch schon mal gesehen, da wurden aber normal gekochte Eier paniert und frittiert (und vorher natürlich geschält). Das sieht so gut aus, das muss ich auch mal probieren. Auch wenn ich nur in einem normalen Topf frittieren kann.
    Zum Panieren wurde dabei übrigens kein normales Paniermehl, sondern das gröbere Panco-Mehl genutzt …

    • admin
      29. März 2015 at 22:09

      Gekochte Eier zu panieren und frittieren ist sicherlich auch gut.
      Ich habe vor kurzem aus einer übrig gebliebenen, trockenen Schrippe das erste Mal mit der Küchenreibe selbst hergestellte Semmelbrösel gemacht. Bisher habe ich immer industriell gefertigtes Paniermehl verwendet. Die selbst zubereiteten Semmelbrösel schmecken sowohl bei Paniertem als auch Frittiertem sehr viel besser. Man sollte also immer vertrocknete Schrippen/Brot zuhause haben. 😀

      • 30. März 2015 at 14:04

        Meine Hochachtung: Paniermehl durch ’ne Reibe. Grob würfeln, inne Plastetüte und geeigneten Pürierstab mit dazu. Das geht auch. 😉 So geht jedenfalls meine Variante.

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