Katzenbraten in Rahmsauce mit Gemüse und Salzkartoffeln

Katzen vor dem Schlachten für ein Katzengericht auf einem ostasiatischen Markt

Ein Bekannter, gebürtiger Pole, hat mich auf dieses Rezept aufmerksam gemacht. Mir sind – wie auch beim Hunde-Rezept – in Deutschland rechtlich die Hände gebunden, dieses Rezept zuzubereiten. Ich „reiche“ es somit hier nur durch. Es gibt durchaus Wissenwertes zu Katzengerichten zu berichten.

In Düsseldorf bietet ein Gastwirt in seinem Restaurant Katzenbraten an, mit den Worten: „Natürlich ist es eine Provokation, aber schon zu Kriegszeiten haben die Menschen Katzenbraten statt des rar gewordenen Hasenbratens gegessen.“ „Katzenbraten in Wurzelsoße“ heißt der Stein des Anstoßes und kostet 35,20 € pro Portion. Woher die Gaststätte das Katzenfleisch bezieht, wird von dem Betreiber aus Sicherheitsgründen geheimgehalten. Er hat schon mehrere Morddrohungen von radikalen „Katzenliebhabern“ erhalten. Da er durch die Medienberichterstattung über die Stadtgrenzen hinaus bekannt geworden ist, muß er mehrmals in der Woche die Polizei rufen, da immer wieder „irgendwelche Spinner“ seine Gäste beschimpfen und sie am Betreten des Lokals hindern wollen.

In Italien wurde ein Sternekoch vom Restaurantinhaber entlassen, weil er ein Menü mit einem Katzenbraten auf die Speisekarte gesetzt hatte. Der Koch hatte vorher recherchiert, dass dieses Fleischgericht vor 300 Jahren traditionell in den Restaurants seiner Stadt auf der Speisekarte gestanden hatte.

Ebenfalls in Italien suspendierte ein weithin bekannter Fernsehsender einen Starkoch aus seiner Kochsendung, da er ein Rezept mit Katzenfleisch vorstellte. „Katzenfleisch ist schmackhafter als das Fleisch vieler anderer Tiere“, versicherte der angesehene TV-Koch Beppe Bigazzi. Er berichtete auch über einen alten Brauch in der Toskana, tote Katzen drei Tage lang im Wasser eines Baches zu halten, um ihr Fleisch aufzuweichen und es dann leichter kochen zu können. Bigazzi erklärte, er habe lediglich über die in einigen italienischen Regionen verbreitete Tradition der Vergangenheit gesprochen, Katzen zu essen. „Ich habe mich nur auf einen alten Brauch bezogen“, rechtfertigte sich Bigazzi.

Katzen wurden somit historisch gesehen auch in Westeuropa gegessen. Sie wurden auch im Zweiten Weltkrieg infolge der Nahrungsknappheit zubereitet.

Katzen werden heutzutage noch in einigen ländlichen Teilen der Schweiz konsumiert. Der Handel mit und der Verzehr von Katzenfleisch ist offiziell verboten – nicht jedoch für den privaten Gebrauch. Wenn also ein Bauer auf seinem Bauernhof zu viele Katzen hat und ihrer nicht mehr Herr wird, kann er eine oder mehrere davon für den privaten Verzehr schlachten und zubereiten.

Katzenfleisch ähnelt geschmacklich Kaninchenfleisch. Nach dem traditionellen Rezept von Bauernhöfen einiger Regionen werden Katzen zum Beispiel mit Thymian gekocht. Bewohner von Norditalien, besonders in Vicenza, werden noch immer „mangiagatti“ („Katzenfresser“) genannt – ein Spottname der venezianischen Sprache.

Katzenfleisch dient in unterschiedlichem Umfang unter anderem in Südchina, Nordvietnam, Korea, Peru, Großbritannien und der Schweiz zu Nahrungszwecken.

Katzenfleisch wird in Südchina und Nordvietnam als „wärmend im Winter“ beschrieben. Sowohl der Magen als auch die Eingeweide der Katze werden gegessen. Aus dem Fleisch werden gerne Fleischbällchen gedreht, während der Kopf weggeworfen wird.

Beim peruanischen Santa-Efigenia-Festival im September werden jeweils Katzenkoch-Techniken demonstriert.

Australische Aborigines in der Gegend von Alice Springs haben die Sitte entwickelt, Katzen zu essen. Europäische Siedler haben diesen Gebrauch in die Region eingeführt.

Nach jüdischen und islamischen Speisegesetzen ist der Konsum von Katzenfleisch nicht erlaubt.

Zutaten für 2 Personen:

  • 1 Katze (abgehangen)
  • 1 Zwiebel
  • ½ Knollensellerie
  • 2 Wurzeln
  • 1 Petersilienwurzel
  • 1 getrockneter Steinpilz
  • Buttermilch
  • 100 g Butter
  • 300 ml Doppelrahm
  • 1 ½ TL Mehl
  • 1 EL Wacholderbeeren
  • ½ TL Pfeffer
  • Salz
  • 6–8 Kartoffeln

Zubereitungszeit: Vorbereitungszeit 30 Min. | Marinierzeit 2 Tage | Garzeit 60 Min.

Fell der Katze abziehen und Katze säubern. Buttermilch in einen großen Behälter geben und Katze darin zwei Tage marinieren. Täglich die Buttermilch erneuern.

Wasser in eine Schale geben und Steinpilz darin einweichen.

Katze aus der Buttermilch herausnehmen und mit einem Küchentuch abtrocknen. Kopf und Schwanz entfernen. Mit einem scharfen Messer die das Fleisch überziehenden Häute entfernen. Katze ausnehmen. Verwendet werden nur Rücken und Keulen.

Zwiebel und Wurzeln schälen. Sellerie und Petersilienwurzel putzen. Gemüse jeweils in dünne, kurze Scheiben schneiden.

Wacholderbeeren in einen Mörser geben und fein mörsern. Rücken und Keulen mit Wacholderbeeren und Pfeffer einreiben. Auf ein Arbeitsbrett oder eine Platte geben, mit Gemüsescheiben belegen und einige Stunden lang an einen kühlen Ort stellen.

Backofen auf 180 °C Umluft erhitzen Gemüsescheiben von Rücken und Keulen entfernen, aber aufbewahren. Rücken und Keulen salzen. In einen Bräter geben und mit Butterstückchen belegen. Gemüsescheiben dazugeben. Steinpilz mit Einweichwasser hinzugeben. Bräter mit Deckel auf mittlerer Ebene für 45 Minuten in den Backofen geben. Während des Garens Braten desöfteren mit Bratensaft übergießen.

Währenddessen Kartoffeln schälen. Wasser in einem Topf erhitzen, salzen und Kartoffeln darin 15 Minuten garen. Herausnehmen, auf einen Teller geben und grob zerkleinern. Warmstellen.

Doppelrahm in eine Schale geben, Mehl hinzugeben und verrühren. Doppelrahm in den Bräter geben, mit dem Bratensaft vermischen und Braten nochmals 15 Minuten darin garen.

Bräter aus dem Backofen nehmen. Braten auf ein Arbeitsbrett geben und zerteilen. Bratenstücke auf zwei Teller geben. Sauce abschmecken. Gemüse zu den Bratenstücken geben. Ebenfalls Kartoffeln. Großzügig Sauce darüber verteilen.

Foto: © Anna Frodesiak
Rezept: cuisine.at, © Maria Lemnis, Henryk Vitry, Altpolnische Küche und polnische Tischsitten, Verlag Interpress Warszawa 1979, ISBN 83-223-1817-0

16 comments for “Katzenbraten in Rahmsauce mit Gemüse und Salzkartoffeln

  1. Kater
    23. Dezember 2015 at 14:34

    Moin zusammen,
    Ursprünglich war ich auf der Suche nach einem Fisch Rezept und kam über Google auf diese Seite. Was ich nun hier zu lesen bekomme verschlägt mir fast die Sprache.
    Lieber Admin, Sie tun mir leid. Ich möchte Ihnen den Rat geben, sich unverzüglich in ärztliche Obhut zu begeben, bevor noch Schlimmeres passiert und Gott weiß was in Ihrem Bräter landet.
    Das hat doch nichts mit Kochkunst zu tun. Es stellt eine Beleidigung der gesamten Köche Innung dar.
    Katzen und Hunde gehören nicht in die Küche. Weder lebendig noch als Zutat.
    Auch wird mir schlecht bei einigen Kommentaren. Leute, geht zum Arzt oder besser noch in die Psychiatrie.

    • admin
      25. Dezember 2015 at 18:06

      Moin, ich habe es schon einmal geschrieben, es ist eine Einstellungssache, Hunde und Katzen auch als Nahrungsmittel zu betrachten. Einige Länder sind uns da schon weiter voraus. Und im übrigen handelt es sich, wie bei der Rinder- und Schweinezucht, um Hunde, die für den Verzehr gezüchtet werden.

      • fs
        17. Februar 2017 at 17:32

        Der Mensch ist als allesfresser geboren
        warum sollen dann manche Tiere zur Nahrungsgewinnung
        ausgeschlossen werden
        Es gibt auch leute die ein Schwein oder Huhn als Schoßtier halten
        es ist trotzdem zum verzehr geeignet
        ps. Pferderloulade schmeckt auch sehr gut
        mfG.ein normaler Mensch

  2. 23. März 2016 at 15:36

    Omg Ich habe mir das alles durchgelesen mir fehlen die Worte!! Habe einen Kater und ich kann mir nicht vorstellen das Leute Katzen essen!! Eine Frage warum veröffentlichen sie hier eine Zubereitung für ein Katzenbraten?? Wollen Sie Deutsche darauf aufmerksam machen Haustiere zu essen, das ist doch erbärmlich!!!!!

    • admin
      23. März 2016 at 15:48

      Das ist ganz einfach, weshalb ich das Rezept hier veröffentliche. Ich würde gern selbst einmal einen Katzenbraten zubereiten, nur sind mir aus rechtlichen Gründen in Deutschland die Hände gebunden, dass ich das nicht darf. Somit reiche ich das Rezept nur durch. Vielleicht gelingt es ja in Deutschland – auch rechtlich – einmal, bestimmte Tierarten nicht nur als Haustier, sondern auch als Lebensmittel zu betrachten. Andere Länder sind uns da weit voraus.

      • Kim
        19. Juni 2016 at 16:57

        Guten abend. „Weit vorraus“ interessant….
        So sieht dich jemand wie als Oberhaupt der Nahrungskette und will alles essen….
        Herr Admin, was halten sie vonneinem Urlaub jei den Hottentotten?
        Es kann nicht sein dass mann alles innsich reinstopfen will nur weil man es gerade „Interessant“ findet.
        Es ist gut so dass manche handlungen verboten sind.
        Eine frage aus rheinem interesse: würde sie auch gerne man Menschenbraten zubereiten?

        • admin
          19. Juni 2016 at 17:02

          Moin, Kim,

          ich hatte es schon einmal geschrieben, es ist eben ein Unterschied, wenn man Katzen nicht nur als Haustiere, sondern auch als Lebensmittel betrachtet, was ich tue.

          Nein, bei Menschenfleisch ist bei mir eine Grenze erreicht, das esse ich nicht.

  3. Hundemetzger
    8. August 2016 at 17:52

    Metzgerstöchter küssen besser,
    meine hat die schärfsten Messer,
    sie kennt bestens mein Verlangen,
    Katzen lecker abgehangen.

    Das Rezept war übringens köstlich. Guten Appetit.

  4. Luke
    24. November 2016 at 16:24

    Verstehe gar nicht warum sich Leute so aufregen…
    Sie essen zwar Hasen, Enten, zarte Kälbchen und kleine Lämmchen, durchprogrammierte Fabrikschweine brutzeln in der Pfanne und sie drehen mehrere Millionen Hühner am Spieß. Sogar große Tiere wie Rinder und Pferde werden geschlachtet (Ja, den Beruf Pferdemetzger gibt es wirklich. https://de.wikipedia.org/wiki/Pferdemetzgerei), alles mögliche schmort täglich in deutschen Töpfen aber bloß keine Katzen, oder Hunde. Ach welch verlogene Gesellschaft…
    Würde man das Fell an den Hasenpfoten nicht dran lassen, sie würden den Unterschied zu einer Katze nicht einmal merken!

    • admin
      24. November 2016 at 16:39

      Ja, leider ist die Zucht, der Handel und der Verkauf von Hundefleisch in Deutschland verboten, sonst würde ich das gerne mal ausprobieren. Vielleicht kann mir mein Bekannter in Bangkok, Thailand, mal einige Kilos davon schicken.

      Wie es mit Katzenfleisch aussieht, weiß ich jetzt gar nicht genau. Da muss ich mich mal informieren.

  5. Gordon Shumway
    19. Dezember 2016 at 22:28

    Schönes Rezept. Ich als Vogelschützer bin dafür, Katzen zum Verzehr und zur Jagd freizugeben. Man könnte die Viecher auch in Schlingen, die mit ausgestopften Vögeln beködert werden, fangen. Erwürgte Katze ist sowieso die beste. Das ist ein Tip, den ich von einer Wanderhure in China bekommen habe, die schon Hunderte von Katzen und Hunden erwürgt und gegessen hat 😆

    Schützt die Vögel, eßt mehr Katzen!

    • Mi
      3. Juli 2017 at 19:36

      Oh … wie krank ist der homo sapiens …

  6. frei von der Leber
    24. Dezember 2016 at 12:30

    Es gibt noch Länder da kommt der Hund frisch in den Topf.
    http://www.liveleak.com/view?i=aa2_1471942770

  7. ZUCKERGRASS
    20. Juli 2017 at 10:07

    Dieses Blog ist KRANK! Und ein Teil der Kommentare dazu. Warum gibt es eigentlich keine Möglichkeit, dass so etwas gelöscht werden MUSS?

    • 20. Juli 2017 at 15:49

      Du nennst leider nicht, was Dich an meinem Foodblog stört. Nur weil man unterschiedliche Einstellungen haben kann, was man zubereiten und/oder essen darf? Einstellungen beginnen übrigens im Kopf, man kann sie jederzeit ändern und erweitern.

  8. Cynthia
    21. August 2017 at 13:01

    Ich wünschte die Gattung Mensch würde endlich aussterben… wohin soll das alles noch führen…
    Wenn ich schon deine Visage sehe kommts mir hoch…
    Es spricht nichts gegen Fleischkonsum in Maßen… aber wie Tiere gehalten werden, elendig gequält werden bis sie endlich sterben.. da ist nichts mehr natürlich dran und einfach nur krank!!!! Tiere empfinden genauso Schmerz wenn sie lebendig gehäutet und gekocht werden!!! Wo bleibt der Respekt vorm Lebewesen ??? Und dann noch intelligente treue liebe Tiere… da hat man noch Appetit? ? All diese Empathielosen widerlichen Menschen sollten zumindest einmal dieses Leid und diesen Schmerz spüren können.. ich frage mich was bei euch falsch gelaufen ist..
    Vielleicht will man hier auch nur Aufmerksamket erregen weil man eine erbärmliche Existenz fristet..

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