Maccheroni auf Forellenpesto

Pasta mit Pesto

Pasta mit Pesto

Ich hatte noch geräucherte Forellenfilets im Kühlschrank und diverse andere Produkte. Also überlegte ich mal ein wenig, was man daraus zubereiten kann, anstelle sie wie gewohnt einfach als Abendsnack pur zu essen. Schnell kam mir der Gedanke, sie zu zerkleinern und mit anderen Zutaten zu einer Art Forellenpesto zu pürieren. Dazu gab es natürlich Pasta. Und bei diesem Gericht war wieder einmal der Grundsatz wichtig: Die Sauce wartet auf die Pasta, nicht die Pasta auf die Sauce. Also kam die pürierte Pesto zum Schluss in einen kleinen Topf und wurde erhitzt, dann kam die gekochte Pasta hinzu, alles wurde gut vermischt und dann serviert.

Zutaten für 1 Person:

  • 125 g geräucherte Forellenfilets
  • 1 Zwiebel
  • 3 Knoblauchzehen
  • 60 g Ananas-Papaya-Frischkäsezubereitung
  • 1 TL Kapern (aus dem Glas)
  • Cognac
  • einige Zweige frischer Thymian
  • 1 TL getrocknetes Wurzelgrün
  • Salz
  • weißer Pfeffer
  • 3 EL Öl
  • 125 g Maccheroni

Zubereitungszeit: Vorbereitungszeit 15 Min. | Garzeit 12 Min.

Zwiebel und Knoblauchzehen schälen und kleinschneiden. Öl in einer kleinen Pfanne erhitzen und Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten. Alles danach in eine schmale, hohe Rührschüssel geben. Forellenfilets zerkleinern und dazugeben. Frischkäse ebenfalls in kleine Stücke schneiden und dazugeben. Thymian kleinwiegen und mit dem Wurzelgrün hinzugeben. Ebenso Kapern, ein wenig von der Einlegebrühe und ein Schuss Cognac. Salzen und pfeffern. 2 EL Öl hinzugeben. Alles gut mit dem Pürierstab fein pürieren.

Maccheroni nach Anleitung zubereiten. 4–5 Esslöffel des Nudelwassers zum Pesto geben und gut verrühren. Pesto in einem kleinen Topf erhitzen, Pasta hinzugeben, gut vermischen und in einem tiefen Pastateller servieren.

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7 Kommentare für “Maccheroni auf Forellenpesto

  1. 3. Juni 2014 at 21:58

    Für den Satz „Pesto in einem kleinen Topf erhitzen,…“ würde dich – glaube ich – jeder kulinarische Italiener erschießen. Wobei ich das mal völlig aus dem Zusammenhang gerissen meine.
    Allerdings hat das, was Du da oben beschreibst, aber auch sowas von gar nichts mit einem (klassischen) Pesto gemeinsam, wobei ich da schon sehr tolerant bin und noch nicht mal die Kombi Basilikum/Pinienkerne/Oliven-Öl/Parmesan verlangen, sondern auch aromatisches Grünzeug/Nuss(i.w.S)/Öl/Hartkäse akzeptieren würde. Mich erinnert Deine Soße so ein ganz kleines bisschen an die Soße beim Vitello tonnato, aber vermutlich auch nur, weil sie auf Fisch basiert.
    Du solltest mit den klassischen, feststehenden Begriffen vorsichtig sein bei der Verwendung.

  2. admin
    3. Juni 2014 at 22:24

    Du magst recht haben, ein Pesto erhitzt man nicht im Topf, sondern gibt es über die Pasta und vermischt es mit ihr. Dann hätte aber meine Erläuterung „Die Sauce wartet auf die Pasta …“ nicht gepasst.

    Wie willst Du solch eine Mischung – püriert mit dem Pürierstab und mit wenig Flüssigkeit wie Öl, Cognac und Einlegewasser der Kapern nicht flüssig, sondern sämig – nennen? Sauce passt hier auch nicht. Pesto mag zar gewagt sein, aber für mich noch passend. Zumal ich auf anderen Foodblogs schon des öfteren mal solche Zubereitungen mit geräuchertem Fisch für ein Pesto gelesen habe.

    Für mich besteht ein Pesto nicht aus den von Dir genannten hauptsächlichen Zutaten wie Grünzeug, Nüssen, Parmesan und Olivenöl. Also mit Basilikum, Petersilie, Koriander oder Wildkräutern wie Brennessel oder Löwenzahn oder Salat wie Ruccola. Man kann Pesto auch anders zubereiten. Ich habe einmal ein Pesto aus braunen Champignons, Nüssen, Parmesan und Olivenöl zubereitet. Es hat gut geschmeckt, sah aber leider – erwartungsgemäß – (kack)braun aus. Aber für mich ist das auch ein Pesto.

    Und das Pesto hat tatsächlich ein wenig wie eine Sauce mit Thunfisch geschmeckt. 🙂

  3. 4. Juni 2014 at 01:36

    Pürierstab? Gehört auch nicht zum klassischen Pesto. Das wird in einem richtigen Mörser zubereitet, u.a. auch, damit es während der Herstellung nicht warm wird.
    Wenn Du doch begrifflich schon in der italienischen Küche bedienst, dann wäre den Rezept eher ein Sugo. Was letztendlich auch nur Soße heißt. Wir verbinden mit dem Begriff zwar meist nur eine Tomatensoße, aber in Italien heißt eben jede Soße Sugo.
    Ein Pesto kommt als Kleckse auf die heiße Pasta, die sich schon auf dem Teller befindet. Das Schwenken im Topf oder in der Pfanne macht man auch eher mit einem Sugo.

  4. admin
    4. Juni 2014 at 02:54

    Wer redet denn hier von klassischer Pesto?

    Ein Sugo ist das nicht, Sugo ist sämig, schlotzig. Sauce – was anscheinend das Gleiche bedeutet – ist es aber auch nicht. Da bisher ein passender Terminus fehlt, bleibe ich einfach unter Vorbehalt bei dem Ausdruck „Pesto“. 🙂

  5. 4. Juni 2014 at 21:07

    Vor meinem geistigen Auge sehe ich dich bockig mit dem Fuß aufstampfen, während du das schreibst. 😉

  6. admin
    4. Juni 2014 at 23:04

    Nein, ich habe mir vor der Zubereitung des Gerichts eine Weile überlegt, wie ich das, was ich drüber gieße oder in dem ich die Pasta schwenke, denn nenne. Pesto/Sugo/Sauce? Gibt es noch eine Variante? Aufgrund von Zubereitungsart (Pürierstab) und Konsistenz (sämig) entschied ich mich eben für den ersten Terminus, obwohl eigentlich keiner so richtig passt. 🙂 Man könnte natürlich etwas erfinden, „Maccheroni forelliana à la …“ oder umschreiben, „Maccheroni mit pürierter, geräucherter Forelle, verfeinert mit Kapern und Cognac, gewürzt mit …, abgebunden mit …“ *lol*

  7. 5. Juni 2014 at 21:31

    Naja, aber gerade „Pürierstab“ und „sämig“ sind doch die beiden Punkte die gerade nicht für Pesto sprechen … Neben der Anlehnung der Zutaten an irgendein Original.

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