Gulasch mit Klößen

Gulasch, Knödel, Sauce

Gulasch, Knödel, Sauce

Klassisch kann man dieses Gulasch sicherlich nicht nennen. Es kommen zwar sehr viele Zwiebeln hinein, was ein gutes Gulasch ausmacht. Aber nicht unbedingt Speck und Champignons, die ich noch vorrätig hatte und verbrauchen wollte. Rotwein, Fond und etwas Tomatenmark geben der Sauce Geschmack. Und auch Kapern und Gewürze wie Lorbeerblätter, Kreuzkümmel und Paprikapulver geben ihren Anteil dazu. Nicht fehlen darf jeweils eine Prise Kümmel und Zucker. Zumindest die Beilage ist klassisch – Klöße. Aber diese faulheitsbedingt nur aus der Packung. (duckundwech) 😉

Zutaten für 2 Personen:

  • 500 g Gulasch (gemischt)
  • 60 g durchwachsener Speck
  • 5 Zwiebeln
  • 4 Knoblauchzehen
  • ein großes Stück Ingwer
  • 5 Champignons
  • 1 EL Tomatenmark
  • 1 gehäufter TL Harissa-Paste
  • 1 gehäufter TL Dijon-Senf
  • 300 ml trockener Rotwein
  • 150 ml Wasser
  • 500 ml Gemüsefond
  • 2 TL Kapern (in Essig eingelegt)
  • 4 Lorbeerblätter
  • 2 Kardamomkapseln
  • 1 Nelke
  • 3 Wacholderbeeren
  • 1 TL Kreuzkümmel
  • 1 TL süßes Paprikapulver
  • eine gute Prise Kümmel
  • eine Prise brauner Zucker
  • Salz
  • schwarzer Pfeffer
  • Butter
  • 6 Kräuterklöße

Zubereitungszeit: Vorbereitungszeit 30 Min. | Garzeit 2 Stdn. 30 Min.

Speck in kleine Würfel schneiden. Zwiebeln, Knoblauchzehen und Ingwer schälen. Zwiebeln in dünne Streifen schneiden, Knoblauch und Ingwer kleinschneiden. Champignons in dünne Scheiben schneiden. Butter in einem großen Topf erhitzen, zuerst den Speck anbraten – Speckschwarte auch hinzugeben –, dann das Gulasch hinzugeben und schließlich Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Champignons. Alles zusammen anbraten, gut umrühren und dann zugedeckt etwa 5 Minuten Flüssigkeit ziehen lassen. Tomatenmark, Harissa und Senf hinzugeben und gut verrühren. Mit dem Rotwein ablöschen, Gemüsefond hinzugeben und etwas Wasser zum Verlängern der Sauce. Kapern, Lorbeerblätter, Kardamom, Nelke und Wacholderbeeren hinzugeben. Mit Kreuzkümmel, Paprika, Kümmel, Zucker, Salz und Pfeffer würzen. Zugedeckt bei geringer Temperatur 2 Stunden köcheln lassen.

Danach Speckschwarte und Lorbeerblätter herausnehmen. 30 Minuten ohne Deckel bei geringer Temperatur reduzieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Bei Bedarf mit etwas Mehl eindicken. Gleichzeitig die Klöße nach Anleitung zubereiten.

Klöße auf Tellern anrichten, großzügig von dem Gulasch mit der Sauce darüber geben und alles servieren.

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1 Kommentar für “Gulasch mit Klößen

  1. 30. Januar 2014 at 21:15

    Herzlich willkommen bei einer der deutschesten Zubereitungsformen dieses leckeren Fleischgerichtes, und da stört auch nicht, dass da Ingwer, Harissa und Dijon-Senf dabei sind. Das ist eben gutmenschliches deutsches Gulasch, wobei sich das Gutmenschentum auf den Multikulti-Gedanken bezieht. 😉

    Der Witz ist da wahrscheinlich eher dort zu finden, wo Du Speck und Champingnons als eher unpassend für ein Gulasch bezeichnest, ich halte die beiden Bestandteile eher für die am ehesten passenden … Aber natürlich könnte man jetzt über DAS Standard-Gulasch-Rezept philosophieren, was ich nicht tun will. letztendlich ist so ein Gulasch, vor allem, wenn es dem ungarischen Gulasch nachempfunden ist, doch eher eine Suppe darstellt, in der auch gern mal ein paar Reste mitverarbeitet werden. Das wird dann zwar ein Rumfort-Gulasch, wo alles drin ist, was Rum-liegt und fort muss, aber da liegt auch nicht mein Problem mit dem Rezept. Auch nicht bei der exotischen Gewürzmischung, zumal einiges (zum Beispiel der Senf) bei der langen Kochzeit sowieso verfliegt.

    Was mir über die Hutschnur geht ist die allererste Zutat: das Fleisch. Wie kann man aus zwei Fleischsorten (oder waren es noch mehr) ein Gericht kochen, die so unterschiedliche Garzeiten haben? Und dann wieder „nur“ das als Gulasch verarbeitet, was der Einzelhandel unter dem Namen anbietet. Sowas ist doch Frevel und verdient nicht den ansonsten hohen Würzaufwand. Außerdem hätte ich auch nicht alle Zutaten von Anfang an mitgegart, von einigen war doch zum Schluss nichts mehr erkennbar.

    Außerdem möchte ich Dir noch meinen Lötkolben leihen, damit Du ein „z“ (das musst Du aber selber kaufen) an das eine „s“ in der Überschrift und teilweise im Text löten kannst. Die Beilage, die Du verwendet hast, heißt immer noch Kloß und in der Mehrzahl Klöße. 😉

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