Warum ein Parmesankäse bei mir nie lange überlebt …

Frischer Parmesankäse, ca. 200 g, am Stück, mit einer Flasche gutem Wein

… und ich dann selbst für ausgefallene Pastagerichte auf den langlebigeren geriebenen Gouda-, Mozarella- oder Emmentaler-Käse aus der Tüte zurückgreifen muss. Wobei diese natürlich mit echtem, gehobeltem Parmesankäse auf der Pasta nie zu vergleichen sind.

Die Erklärung ist einfach und schnell mitgeteilt: Liegen 100 oder 200 g echter Parmesankäse am Stück – zwei oder vier Jahre gereift – in meinem Kühlschrank, bleiben meistens zwei Dinge nicht lange aus. Erstens kaufe ich mir noch am gleichen Abend eine Flasche trockenen Rotwein. Und zweitens landet der Parmesankäse dann mit dem Rotwein auf meinem Wohnzimmertisch und ich verspeise beides zusammen genüßlich bei einigen guten Filmen. Da die anderen genannten, geriebenen Käsesorten so natürlich nicht als Abendsnack zu verspeisen sind, ist ihre Haltbarkeitsdauer eben um einiges länger.

Die Überlebensdauer eines echten Parmesan in meiner Wohnung ist also … eher marginal. ;–)

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9 Kommentare für “Warum ein Parmesankäse bei mir nie lange überlebt …

  1. 21. August 2012 at 19:10

    Ich kann dich so gut verstehen, Parmesan ist mir nur zu teuer um ihn so pur zu verspeisen.

    Ich habe die Erfahrung gemacht, dass der Parmesan viel besser schmeckt, wenn man ihn nicht schneidet, sondern mit der Fingerkuppe zerbricht. Kannst du ja mal ausprobieren, wenn du wieder ein Opfer im Haus hast 🙂

    • 21. August 2012 at 19:31

      Jow, aber das macht doch gerade den Unterschied aus, wenn man für 100–200 g Parmesan am Stück ca. 3–6 € ausgegeben hat – Kilopreis ca. € 27,90 – und diesen abends genüsslich zu einem Rotwein genießt.
      Ich setze mich doch nicht mit einer Packung Gouda- oder Tilsiter-Scheibenkäse vor den Fernseher und trinke dazu einen trockenen, teuren Rotwein. Nö.
      Das mit dem Zerbrechen des Parmesan mit der Fingerkuppe kann ich mal probieren. Du meinst damit sicherlich, ihn sozusagen mit dem Finger einfach „abzubröseln“?
      Außerdem habe ich festgestellt, dass der eh schon teuere echte Parmesan mit 2-jähriger Reifezeit mich nicht überzeugt. Der hat zu wenig Geschmack, Würze und „Biss“. Ich werden demnächst mal den Parmesan mit vier Jahren Reifezeit ausprobieren, auch wenn ich da einen Kilopreis von ca. € 47,90 zahlen muss.
      Oder eben die anderen Käsesorten, die sich zwar auch „Parmesan“ nennen, aber eigentlich nicht ganz dem Original entsprechen, sondern eher irgendwelche „Untersorten“ sind. Aber dafür sind sie preiswerter. Und wenn da ein schmackhafter dabei ist …? 😉

  2. 21. August 2012 at 20:24

    Ich finde den von Aldi (Süd) ganz OK. Aber Parmesan aus der Tüte geht gar nicht! Mit einer Ausnahme: Pasta Asciutta, so wie es meine Mutter gemacht hat. Ein typisches, italienisch angehauchtes Pastagericht, an dem höchsten die Nudeln echt sind. Jedenfalls kommen da keine Tomaten rein, sondern nur Tomatenmark. Und reichlich Livio. Und eben dieser, irgendwie nach altem Erbrochenen stinkender, Parmesan aus der Tüte oder der Dose. Ebenfalls reichlich. Es war furchtbar, aus heutiger Sicht. Damals war das Italienurlaub in der Frankfurter „guud Stubb“.
    Der echte Parmesan hält bei mir aus gleichen Gründen nicht lange wie bei dir, lieber Thomas. Aber, wenn ich es recht nehme, gilt das für fast jeden anderen guten Käse ebenso 🙂

    • 21. August 2012 at 21:10

      Okay, den Hartkäse am Stück, den es bei Aldi gibt, der sich auch irgendwie Parmesan nennt, werde ich mal ausprobieren.
      Natürlich, geriebener Parmesan aus der Tüte kommt schon gar nicht in die Tüte. 😉 Der geriebene Gouda-, Mozarella- oder Emmentaler-Käse aus der Tüte ist eigentlich nicht gerieben, sondern grob geraspelt, in einer wiederverschließbaren Tüte, hält sich im Kühlschrank recht lange und eignet sich eben auch gut für Aufläufe oder zum Überbacken. Er lässt sich natürlich abends vor dem Fernseher mit einem Glas Rowein schlecht aus der Tüte verzehren, das verbietet sich von selbst.
      Zu der Erfahrung mit der Pasta Asciutta von Deiner Mutter kann ich ähnliches mit meiner Mutter vor 40 Jahren beitragen: Kein Fischragout ohne einen weißen Bratensaucenwürfel oder -pulver. Und kein Braten ohne einen braunen Bratensaucenwürfel oder -pulver. Aus heutiger Sicht absolut inakzeptabel. Ein Wunder, dass mein liebstes Gericht immer noch Braten, Pasta und viel Sauce ist. 🙂
      Übrigens, der restliche Parmesankäse am Stück mit ca. 200 g hat gerade das Zeitliche gesegnet, zusammen mit einem trockenen Rotwein aus Kalifornien, sprich: ich habe ihn verspeist. 😉

      • 22. August 2012 at 09:30

        Zum Überbacken eignen sich die Tütenkäse allerdings wunderbar. Früher war ich mal so bescheuert und hab die selber gerieben. Die Reibe wird dann richtig schmierig und das leidige Säubern war die Strafe dafür. Der Aufwand ist viel zu groß. Es gibt ganz gute Qualitäten bei den Reibekäsesorten. Bloß nicht die Light-Varianten nehmen! Da zu wenig Fettanteil, schmelzen sie nicht gut. Aber wer abspecken will, sollte Käse (und diesen Blog) sowieso vermeiden 🙂

        • 12. September 2012 at 02:40

          „Aber wer abspecken will, sollte Käse (und diesen Blog) sowieso vermeiden :)“ … und das soll jetzt bitte was heißen? Das Wort „Abspecken“ taucht in meinem Wortschatz gar nicht auf, auch wenn ich 30 kg Übergewicht habe. Und bei Dir werden solche Aktionen wie die Fahrradtour vom Wochenende auf einem richtigen Fahrrad-Chopper mit schöner Sitzfläche für den dicken Po und einer extra Rückenlehne, damit der Herr sich nicht zu sehr betätigen muss und auch während des Fahrens ausspannen kann, auch nichts nützen. Wir sind eben so. Lass es einfach sein! Mein älterer Bruder sagte schon vor 20 Jahren so treffend: „Ein Mann ohne Bauch ist wie ein Fisch ohne Fahrrad!“ – das jetzt wertfrei. 🙂

    • 10. September 2012 at 22:55

      Moin, Henning,
      ich muss Dir recht geben, der Parmesankäse von Aldi (hier Nord), Parmigiano Reggiano, ist ziemlich gut. Ich habe mir gerade heute zwei Packungen davon gekauft und ihn schon probiert. Er ist aromatisch, bröselig, leider nicht ganz intensiv, da nur 24 Monate gereift. Aber für einen Kilopreis von ca. € 17 im Vergleich zu € 28 bei Edeka an der Käsetheke oder dann sogar dem noch teuereren 48 Monate gereiften Parmesan zu € 49 ist das schon ein ziemlicher Preisunterschied. Gut, der vier Jahre alte Parmesan wäre vermutlich sehr aromatisch und intensiv im Geschmack, würde sich für viele Gerichte anbieten und wäre sehr lecker. Auch zu einer guten Flasche Rotwein. 🙂 Aber diesen Preis muss man nicht unbedingt zahlen. Ich denke, der Parmesan von Aldi tut es auch.

  3. 22. August 2012 at 10:01

    Zum „so essen“ gibt es nur noch eine Sorte bei mir:
    http://www.gustini.de/parmigiano-reggiano-extra-stravecchioneparmesan-72-monate-gereift300g-a78049r50134027.html

    Als Ware zum reiben reicht dann allerdings auch einer, der nur 48 Monate gereift ist. Zwei Jahre ist für die Aromabildung definitiv zu kurz. Auch die herrliche Kristallausbildung erscheint erst später. Zu oben genannten trinke ich gerne einen Wein vom Weingut Wirsching, bei uns nicht allzu weit weg. Der RondoS Barrique passt hervorragend, eignet sich auf prima für Schmorgerichte. Kann ich nur empfehlen.

  4. admin
    11. September 2012 at 23:14

    By the way, bei einer Flasche Weißwein habe ich das gleiche Problem wie bei einem Parmesankäse. Wenn ich zum Ablöschen eines Gerichts nur 1/4 l Weißwein brauche, übersteht der Rest der Flasche den Abend nicht … 😉 Jetzt hat heute Abend auch noch ein 200 g Parmesan-Käseblock nicht überlebt. 🙂

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