Chinesisches Risotto

Risotto

Risotto

Ja, hallo! Wo gibt’s denn sowas? Entweder chinesisch oder als Risotto italienisch – aber beides zusammen? Ich bin vor kurzem bei einem anderen Rezept darüber gestolpert, dass man REIS mit REISwein ablöschen kann/soll. Da dachte ich mir, na klar, wenn der Wein aus Reis hergestellt ist, dann muss er doch hervorragend zu Reis passen. Und dann am besten gleich zu einem edlen Risotto, bei dem der Reis ja eh mehr von der verkochenden Flüssigkeit aufnimmt. Und somit habe ich gleichzeitig noch eine gute Verwendung für meine halbvolle Flasche Shao Xing, ein chinesischer Reiswein. Natürlich wird mit dem Reis für ein wenig mehr an Geschmack eine kleingeschnittene Schalotte und Knoblauchzehe angedünstet. Und für ein wenig mehr an Farbe kommt vor dem Servieren einfach kleingewiegte, frische Petersilie dazu.

Beim Zubereiten findet sich nochmals eine Parallele zwischen chinesischer und italienischer Küche, wie bei den Zutaten Reiswein und Reis für Risotto. Chinesische Gerichte werden im Wok nur kurz gegart, dabei aber ständig pfannengerührt, damit immer wechselnde Zutaten im siedenden Öl am Wokboden ganz kurz garen können. Und bei einem Risotto muss sich ein Arm des Kochs auf etwa 20–30 Minuten ständigen Rührens mit dem Kochlöffel einstellen, damit der Reis nicht am Topfboden anbrennt.

Die leicht rötlich-braune Farbe bekommt das Risotto übrigens vom Reiswein. Und tricksen musste ich beim Zubereiten übrigens auch noch, denn mein Vorrat an Reiswein reichte nicht. Ich behalf mir mit – was natürlich? – trockenem italienischen Weißwein. 🙂 Womit sich der Kreis wieder schließt. Wer sich jetzt allerdings fragt, ob man dieses Risotto mit Stäbchen essen muss, dessen Frage kann ich nicht beantworten. 😛

Zutaten für 1 Person:

  • 125 g Risottoreis
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • 750 ml Shao Xing
  • ½ Bund Petersilie
  • 2 frische Lorbeerblätter
  • Salz
  • Pfeffer
  • Butter

Zubereitungszeit: Vorbereitungszeit 5 Min. | Garzeit 20–30 Min.

Schalotte und Knoblauchzehe schälen und kleinschneiden. Butter in einem Topf erhitzen und Schalotte, Knoblauch und Reis darin glasig andünsten. Lorbeerblätter hinzugeben. Nun das übliche Prozedere bei einem Risotto durchführen: etwa 5–6 Mal hintereinander jeweils etwa 100 ml Flüssigkeit zum Reis geben und bei hoher Temperatur insgesamt etwa 20–30 Minuten unter ständigem Rühren vom Reis aufnehmen und zum Teil verkochen lassen, bis der Reis gegart ist. Wenn eine Flasche Reiswein für den Reis nicht reicht, kann man sich mit trockenem Weißwein aushelfen. Die einzelnen Reiskörner sollen zwar gegart sein, aber noch einen leicht bissfesten Kern haben.

Dann Lorbeerblätter herausnehmen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Ein Stück kalte Butter unterheben. Petersilie kleinwiegen und untermischen. Das Risotto in einem tiefen Pastateller servieren.

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3 Kommentare für “Chinesisches Risotto

  1. 10. Mai 2014 at 23:21

    Das erinnert mich an mein Tomatenrisotto, wo die selbstgemachte Tomatensoße auch nicht reichte und ich mit Tomatensaft strecken musste … Ging aber auch.
    Hast Du den Reiswein vorgewärmt? Beim klassischen Risotto kommt die Brühe ja auch heiß hinein, damit sich der Reis nicht zu stark abkühlt zwischendurch.

    • 11. Mai 2014 at 18:12

      Tomatenrisotto koche ich immer mit passierten Tomaten, die wie Tomatensaft sind, nur etwas dicker. Das geht nicht nur wunderbar, sondern das sollte so!
      P.S. Kein Passata aus dem Glas oder dem Tetrapack. Na gut, Glas ginge noch so eben.Und als Tomatensorte San Nazzaro, auf keinen Fall Strauchtomaten.

  2. admin
    11. Mai 2014 at 00:14

    Kann ich mir gut vorstellen, dass es bei nicht ausreichender Tomatensauce mit einer Verlängerung mit Tomatensaft auch funktioniert. Man bereitet ja auch bestimmte Saucen mit Orangen-, Flieder- oder Holunderbeerensaft zu.
    Den Reiswein habe ich nicht erwärmt, aber danke für den Hinweis, ich mache das beim nächsten Risotto, die Brühe dann vorher zu erhitzen.
    Ich habe einen Hinweis erhalten, Risottoreis mit nur einer Tasse Wein abzulöschen und dann Fond oder Brühe hinzuzugeben – also die klassische Zubereitung. Es war ja aber geplant, das Risotto nur mit Reiswein/Weißwein zuzubereiten, ohne Fond. Ich habe das Risotto auch nur mit Salz und Pfeffer gewürzt. Es hatte einen sehr feinen, leckeren Weingeschmack und war erstaunlich gut, dafür, dass ich mir das so überlegt und damit eigentlich experimentiert habe.

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